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Jugendarbeit - Projekt: GegenWind
- Anschrift
- Schreckerstraße 30
04838 Eilenburg - Ansprechpartner
- Frau Stefanie Kleye
- Telefon
- 03423 750138 (Anrufbeantworter vorhanden)
- Fax
- 03423 750137
- Handy
- 0174 6299807
Wir über uns
Wir sind Mitarbeiter des Diakonischen Werkes Delitzsch / Eilenburg e. V. und arbeiten seit mehreren Jahren im gesamten (Alt)Landkreis Delitzsch/ Eilenburg mit straffällig gewordenen Jugendlichen im Alter von 14 - 21 Jahren. Unsere Angebote beinhalten den sozialen Trainingskurs auf richterliche Weisung, den Täter-Opfer-Ausgleich/ außergerichtliche Konfliktschlichtung, das Anti-Gewalt -Training und den Anti-Diebstahl-Kurs.
Neben der Arbeit mit straffällig gewordenen Jugendlichen bieten wir mit dem "Knigge"-Paket Projekte im Rahmen der Gewaltprävention an. Mit diesen Angeboten bauen wir auf unsere Erfahrungen und Kenntnisse aus der Straffälligenarbeit auf. Das Hauptanliegen dabei ist, Kinder und Jugendliche in Schulen und anderen sozialen Einrichtungen zum Thema Extremismus und Gewalt zu sensibilisieren. Ihnen Kompetenzen mit auf den Weg geben, um (eskalierende) Konfliktsituationen zu vermeiden oder eben anders meistern zu können.
Das "Knigge"- Paket beinhaltet folgende Angebote:
- Klassenklimaprojekt,
- Hel(l)d sein – aber wie?!,
- Podiumsdiskussion mit Aussteigern der rechtsextremistischer Szene.
Angebote: Ambulante Straffälligenhilfe
Täter-Opfer-Ausgleich / Konfliktschlichtung
Der Täter-Opfer-Ausgleich ist eine ambulante Maßnahme, die eine außergerichtlichen Konfliktschlichtung nach § 45, § 47 und § 10 JGG darstellt. Ein Streit oder eine Straftat hat viele unangenehme Folgen. Die Grundidee des Täter-Opfer-Ausgleichs ist es, den Beschuldigten und dem Geschädigten die Gelegenheit zu geben, den Konflikt zu klären und den verursachten Schaden auszugleichen. Die Vorgespräche werden mit beiden Seiten getrennt durchgeführt, mit dem Ziel, eine gemeinsame Begegnung zwischen Beschuldigten und Geschädigten herbeizuführen. Haben sich beide Seiten für ein Ausgleichsgespräch entschieden, bietet die Vermittlungsstelle die Möglichkeit, das Tatgeschehen aufzuarbeiten und den Konflikt beizulegen. Über die Form der Wiedergutmachung / Schadensregulierung entscheiden die Beteiligten selbst. Das Ergebnis des Ausgleichsgespräches wird bei Bedarf schriftlich in einer Vereinbarung festgehalten.
- Wir haben Schlichtungsräume in
- Eilenburg: Schreckerstraße 30
Delitzsch: Schloßstr. 6
Schkeuditz: Goethestr. 22
Taucha: Graßdorferstr. 13
Bad Düben: Gustav-Adolf-Str. 36
Sozialer Trainingskurs:
Der soziale Trainingskurs ist eine ambulante, gruppenpädagogisch ausgerichtete Maßnahme für straffällig gewordene Jugendliche und Heranwachsende, die durch jugendrichterliche Entscheidung gemäß § 10 Abs.1 Satz 3 Nr. 6 JGG angeordnet wird. Er umfasst neben der regelmäßigen Gruppenarbeit auch Einzelgespräche, sowie Intensivwochenenden und wird von qualifizierten Fachkräften (Diplom-Sozialpädagogen) in Zusammenarbeit mit anderen Institutionen der Jugendhilfe durchgeführt.
Anti-Gewalt-Training
Der Anti-Gewalt-Kurs ist ein fünfmonatiges Training für jugendliche und heranwachsende Straftäter mit sehr hohem Aggressions- und Gewaltpräventionspotential. Der Kurs hat eine Einstellungsänderung und die Motivation zur Gewaltvermeidung zum Ziel und soll zudem alternative Strategien zur gewaltfreien Konfliktlösung vermitteln. Durchgeführt wird der Kurs von zwei Diplom Sozialpädagogen (männl./ weibl.) mit entsprechenden Zusatzqualifikationen (Contra-de (r), AAT/ CT (r)-Trainer). Eine teilweise Begleitung erfolgt durch einen Erlebnispädagogen und Kampfsporttrainer. Die Treffen finden im Wechsel an 4 Wochenenden und wöchentlichen Treffen über jeweils 2 Stunden statt.
Anti-Diebstahl-Kurs
Der Anti-Diebstahl-Kurs richtet sich, über 5 Treffen à 2 Stunden, an jugendliche Ersttäter/ einfache Wiederholungstäter (Diebstahl, Sachbeschädigung, Einbruch) sowie an strafunmündige Kinder ab 12 bis 18 Jahren. Ziel des Kurses ist es, den Teilnehmern die Folgen ihres Handelns bewusst zu machen und ihnen alternative Verhaltensweisen aufzuzeigen. Die Durchführung erfolgt über zwei Diplom-Sozialpädagogen.
Angebote: Gewaltprävention – "Knigge"-Paket – Ein Projekt im Rahmen des Programms "Weltoffenes Sachsen für Demokratie und Toleranz" mit Unterstützung des Landkreises Nordsachsen
Klassenklimaprojekt
Das Klassenklimaprojekt ist ein Angebot für Schulklassen bzw. Gruppen jeden Alters. Den Teilnehmern soll in kontinuierlichen Treffen (8 – 15 Treffen über 2 – 4 Zeitstunden) die Chance gegeben werden die Teamfähigkeit bzw. das Miteinander und die Akzeptanz der einzelnen Gruppenmitglieder untereinander zu verbessern. Ziele und somit Inhalte der Treffen werden mit Klassenlehrer, Eltern bzw. Schulleiter individuell abgesprochen. Beispiele für die inhaltliche Umsetzung können folgende Fragestellungen sein: Wo liegen meine Stärken und Schwächen? Welche Stärken und Schwächen hat die Gruppe? Wo gibt es Gemeinsamkeiten, aber auch Unterschiede? Wie kommunizieren wir miteinander? Was bedeutet gutes, was schlechtes Zuhören? Wie kann ich jemanden meinen Ärger über etwas nichtverletzend mitteilen? Wie können Konflikte vermieden bzw. eigenständig gelöst werden? Wie schaffen wir es konstruktiv als Team zu arbeiten? Wo stehe ich in der Klasse/ Gruppe? u.v.m.
Hel(l)d sein – aber wie?!
Zielgruppe dieses Projektes sind Kinder und Jugendliche, welche mit kritischen ggf. sogar gewalttätigen Situationen in Alltag, Schule oder Schulweg direkt oder indirekt konfrontiert werden. Bei Hel(l)d sein – aber wie?! sollen die Teilnehmer zum richtigen Einschätzen von kritischen Situationen im Vorfeld von Gewalttaten sensibilisiert werden. In einem gezielten Training, über mindestens 2 Tage á 6 Stunden, soll ein selbstbewusstes Auftreten gegenüber Tätern aufgebaut und verschiedene Handlungsmöglichkeiten mitgegeben werden. Zur Umsetzung zählen folgende Inhalte: Strategien zur Konfliktvermeidung, Training zum Umgang mit Provokationen, Techniken zur Deeskalation und Konflikttrennung, Schreiübungen, u.v.m.
Podiumsdiskussion mit einem Aussteiger aus der rechtsextremistischen Szene
Mit dieser Podiumsdiskussion sollen Informationen über Ziele, Strategien und Hintergründe rechtsextremer Gruppierungen vermittelt werden. Dabei soll zu einer kritischen Auseinandersetzung mit rechtsextremer Polemik, persönlicher Positionierung und kritischer Meinungsbildung angeregt werden. Die inhaltliche Umsetzung wird über ein Referat und anschließender Podiumsdiskussion mit einem Aussteiger in Zusammenarbeit mit der Landeszentrale für politische Bildung durchgeführt. Zielgruppe dieses Angebotes sind Schulklassen, interessierte Jugendliche, Jugendliche und junge Heranwachsende, welche mit rechtsextremen Gedankengut sympathisieren oder auch kritisch gegenüber stehen, aber auch Eltern, Lehrer und Fachkräfte.