. .

Satzung

Das Evangelium Jesu beschreibt die untrennbare Einheit von Wort und Tat im Leben der christlichen Gemeinde und beinhaltet das fürsorgliche Miteinander aller Menschen. Niemand soll ausgegrenzt werden; alle sollen die Möglichkeit haben, ein Leben in liebevoller Umgebung zu verbringen.

Präambel
Diakonie ist Lebens- und Wesensäußerung der christlichen Gemeinde, in der das Evangelium von Gottes Liebe zur Welt im Dienst am ganzen Menschen in Wort und Tat ausgerichtet wird. Diesem Auftrag verpflichtet, besteht das Diakonische Werk Delitzsch/Eilenburg e. V. als Werk des Kirchenkreises auf der Grundlage des Kirchengesetzes über die diakonische Arbeit in der Evangelischen Kirche der Kirchenprovinz Sachsen seit der Gründungsversammlung im Rahmen der Kreissynode des Kirchenkreises am 06.04.1991.
Paragraph 1
Name und Sitz
Der Verein führt den Namen "Diakonisches Werk Delitzsch/Eilenburg e. V.". Er hat seinen Sitz in Delitzsch und ist in das Vereinsregister des Amtsgerichtes Eilenburg unter VR 184 eingetragen.
Paragraph 2
Zweck

Das Ziel des Vereins ist die Übernahme von Aufgaben der Diakonie im Bereich des Evangelischen Kirchenkreises, in dem der Verein seinen Sitz hat.

Der Verein schafft und betreibt entsprechende Einrichtungen für die soziale Arbeit mit Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen durch haupt- und ehrenamtliche Mitarbeiter.

Die Kinder und Jugendarbeit erfolgt auf Basis des KJHG (Kinder- und Jugendhilfe-Gesetz).

Im Rahmen der ideellen Unterstützung kann der Verein mit anderen Vereinen oder Institutionen zur Förderung von sozialen Einrichtungen - auch überregional - sowie mit politischen Gremien, Bürgerinitiativen etc. zusammenarbeiten.

Die Arbeit des Vereins finanziert sich aus Beiträgen und Spenden der Mitglieder und Förderer sowie durch andere Zuwendungen Dritter.

Paragraph 3
Gemeinnützigkeit
Der Verein verfolgt ausschließlich und unmittelbar gemeinnützige und kirchliche Zwecke im Sinne des Abschnitts "steuerbegünstigte Zwecke" der Abgabenordnung. Der Verein ist selbstlos tätig. Er verfolgt nicht in erster Linie eigenwirtschaftliche Zwecke. Mittel des Vereins dürfen nur für die satzungsgemäßen Zwecke verwendet werden. Die Mitglieder erhalten keine Zuwendungen aus Mitteln des Vereins. Der Verein darf keine Person durch Ausgaben, die seinem Zweck fremd sind, oder durch unverhältnismäßig hohe Vergütung, begünstigen.
Paragraph 4
Mitgliedschaft
Natürliche und juristische Personen, sowie Körperschaften und Anstalten des öffentlichen Rechts können Mitglied des Vereins werden, soweit sie bereit sind, die Aufgaben des Vereins zu fördern. Über die Aufnahme entscheidet der Vorstand auf schriftlichen Antrag.
Paragraph 5
Ende der Mitgliedschaft

Die Mitgliedschaft endet durch Tod, Ausschluss oder Austritt. Der Austritt ist nur zum Schluss eines Geschäftsjahres möglich und muss durch schriftliche Erklärung gegenüber dem Vorstand bis spätestens 30. November erfolgen.

Der Ausschluss erfolgt durch den Vorstand bei Vorliegen eines wichtigen Grundes. Dem Mitglied muss jedoch zuvor die Möglichkeit einer Stellungnahme gegenüber dem Vorstand gegeben werden.

Gründe für einen Ausschluss sind insbesondere Verstöße gegen die Bestimmungen der Satzung und Handlungen, die der Arbeit und den Zielen des Vereins entgegenstehen.

Paragraph 6
Geschäftsjahr
Das Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr.
Paragraph 7
Beiträge
Der jährliche Mitgliedsbeitrag für natürliche und juristische Personen sowie Körperschaften wird von der Mitgliederversammlung festgesetzt.
Paragraph 8
Zuordnung

Der Verein ist ein rechtlich selbständiges Werk im Sinne der Grundordnung der Ev. Kirche der Kirchenprovinz Sachsen.

Der Verein ist Mitglied im Diakonischen Werk in der Kirchenprovinz Sachsen e. V. und gehört damit zum Diakonischen Werk der Evangelischen Kirche in Deutschland als anerkannter Spitzenverband der freien Wohlfahrtspflege.

Paragraph 9
Organe des Vereins
Die Organe des Vereins sind:
  • die Mitgliederversammlung
  • der Vorstand.
Paragraph 10
Mitgliederversammlung
Die Mitgliederversammlung ist jährlich, mit Einhaltung einer Frist von 14 Tagen, schriftlich unter Angabe der Tagesordnung durch den Vorstand einzuberufen. Jede ordnungsgemäß einberufene Mitgliederversammlung ist ohne Rücksicht auf die Zahl der erschienenen Mitglieder beschlußfähig. Die Mitgliederversammlung beschließt mit einfacher Mehrheit der abgegebenen gültigen Stimmen, insbesondere über:
  • die Wahl des Vorstandes
  • den Geschäftsbericht
  • den JahresAbschluss
  • die Entlastung des Vorstandes
  • die Wahl des Abschlussprüfers
  • die Höhe der Mitgliedsbeiträge.

Die Entlastung des Vorstandes kann nur erfolgen nach Vorlage eines testierten Jahresabschlusses.

Die Mitgliederversammlung beschließt mit Zweidrittelmehrheit der abgegebenen gültigen Stimmen über:

  • die Änderung der Satzung
  • die Auflösung des Vereins.
Über die Mitgliederversammlung ist Protokoll zu führen.
Paragraph 11
Außerordentliche Mitgliederversammlung
Eine außerordentliche Mitgliederversammlung kann mit einer Ladungsfrist von 8 Tagen einberufen werden, wenn es das Interesse des Vereins erfordert oder von der Mehrheit des Vorstandes oder mindestens einem Viertel der Vereinsmitglieder durch schriftliche Eingabe beim Vorstand beantragt wird.
Paragraph 12
Der Vorstand

Der Vorstand besteht aus sieben Personen, von denen sechs in geheimer Wahl durch die Mitgliederversammlung gewählt werden und einem Mitglied, welches aus dern Kreiskirchenrat entsandt wird. MitarbeiterInnen von Einrichtungen des Vereins können nicht Mitglieder des Vorstandes sein.

Der Vorstand wählt aus seiner Mitte die/den Vorsitzende(n) sowie die/den stellvertretenden Vorsitzende(n). Das vom Kreiskirchenrat entsandte Mitglied sollte nicht Vorsitzender werden.

Der Vorstand wird für fünf Jahre gewählt. Vorstandsmitglieder, die zwischen den ordentlichen Wahlen gewählt werden, amtieren nur bis zum Schluss der ordentlichen Wahlperiode.

Dem Vorstand können nur Personen angehören, die Mitglieder der Evangelischen Kirche oder einer anderen der in der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen in der Bundesrepublik zusammengeschlossenen Kirchen sind.

Der Vorstand ist Vorstand gemäß Paragraph 26 BGB. Er wird gerichtlich und außergerichtlich durch zwei Mitglieder des Vorstandes, darunter die/der Vorsitzende oder die/der stellvertretende Vorsitzende vertreten.

Er ist berechtigt, ein Vorstandsmitglied zur Vornahme von Rechtsgeschäften und Rechtshandlungen jeder Art für den Verein zu ermächtigen.

Der Vorstand hat folgende Pflichten:

  • die Bestellung einer/es Geschäftsführerin(s
  • die Einberufung der Mitgtiederversammlung
  • die Einstellung/Entlassung von leitenden hauptamtlichen MitarbeiterInnen
  • die Beschlußfassung über den Haushalts- und Stellenplan
  • die Beschlußfassung über Aufnahme oder Aufgabe von Arbeitsbereichen
  • die Beschlußfassung über die Organisationsstruktur des Diakonischen Werkes
  • die Vortage des Geschäftsberichtes und des Jahresabschlusses.
Der/die Geschäftsführer(in) nimmt in der Regel an den Vorstandssitzungen mit beratender Stimme teil. Der Vorstand kann sich eine Geschäftsordnung geben. Über die Vorstandssitzungen ist Protokoll zu führen.
Paragraph 13
Abschlussprüfer

Als Abschlussprüfer ist eine freie Wirtschaftsprüfungsgesellschaft zu bestellen. Die Mitgliederversammlung beruft auf Vorschlag des Vorstandes die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft für das jeweils laufende Geschäftsjahr.

Die gleiche Wirtschaftsprüfungsgesellschaft darf nur jeweils fünf Jahre in Folge den JahresAbschluss prüfen.

Paragraph 14
Beirat

Der Vorstand kann durch mehrheitlichen Beschluß einen Beirat schaffen, der mit fachkundigen Bürgern zu besetzen ist und aus mindestens 3, höchstens 7 Personen bestehen soll. Aufgabe des Beirates ist die Förderung der Arbeit des Vereins durch Anregungen und Unterstützung aller Art.

Die Mitglieder des Beirates werden durch den Vorstand berufen. Der Beirat soll mindestens einmal jährlich eine gemeinsame Sitzung mit dem Vorstand abhalten. Bei Mitgliedern, die als Vertreter einer staatlichen oder kommunalen Behörde in den Beirat berufen werden, endet die Mitgliedschaft mit dem Ausscheiden aus ihrem Hauptamt.

Paragraph 15
Auflösung des Vereins

Die Auflösung des Vereins kann nur durch die Mitgliederversammlung beschlossen werden.

Bei Auflösung des Vereins fällt dessen Vermögen an den Evangelischen Kirchenkreis, in dem das Diakonische Werk seinen Sitz hat.

Dieser hat das Vermögen entsprechend Paragraph 2 dieser Satzung zu verwenden. Die die Auflösung des Vereins beschließende Mitgliederversammlung hat zur Auflösung zwei Liquidatoren zu bestimmen.

Paragraph 16
lnkrafttreten
Diese Satzung tritt mit der Eintragung in das Vereinsregister in Kraft und ersetzt die bisherige Satzung vom 06. April 1991 mit Änderung vom 15. Juni 1994.
gez. Elke Geidel
(Vorsitzende der Mitgliederversammlung)
gez. Käte Kreuzer
(Protokollant)

Die Satzung für das Diakonische Werk Delitzsch/Eilenburg e. V. vom 1. Juli 1998 wird hiermit kirchenaufsichtlich genehmigt.

ZD-D - 1233/98
Magdeburg, den 4.9.1998
Für das Konsistorium der Kirchenprovinz Sachsen
gez. Haerter
(Konsistorialrat)